12/05/2026
Heute, am 12. Mai, ist internationaler ME/CFS Awareness Day.
Myalgische Enzephalomyelitis ist eine schwere postvirale Multisystemerkrankung, die besonders oft junge Menschen trifft und meist komplett aus ihrem Leben reißt.
Obwohl die Krankheit seit 1969 von der WHO anerkannt ist und davon fast 3x so viele Menschen betroffen sind wie bspw. von Multipler Sklerose, kommt ME/CFS im Medizinstudium nicht vor und wird fälschlicherweise immer wieder psychologisiert, sodass es nicht selten zu massivsten Fehlbehandlungen mit verheerenden Folgen kommt.
Da von ME überwiegend Frauen betroffen sind, die in der Medizin ohnehin weniger ernst genommen werden und viel zu oft medical gaslighting erfahren, ist dies auch ein feministisches Thema.
Auch von den von Union und SPD geplanten Sozialkürzungen sind Erkrankte stark betroffen, denn über 60% sind nicht mehr arbeitsfähig, 25% haus- oder bettgebunden. Schon jetzt müssen Betroffene und Angehörige teils jahrelang mit Behörden um Anerkennung bzgl. Rente, Pflegegrad und Co. kämpfen. Das wird sich mit dem aktuellen politischen Kurs nur noch weiter zuspitzen.
Schwerstbetroffene ertragen keine Reize (Licht, Geräusche, Berührung) mehr, müssen z.T. künstlich ernährt werden. Immer wieder sterben Menschen an dieser schrecklichen Krankheit.
Doch auch volkswirtschaftlich ist der Schaden enorm: 30,9 Milliarden Euro allein in Deutschland im Jahr 2024.
Dennoch gibt es bis heute keinerlei zugelassene Medikamente/Therapien und kaum adäquate medizinische Versorgung, sodass Betroffene oft sich selbst überlassen sind.
Daher braucht es dringend mehr Forschung, Aufklärung, Anerkennung und bessere Versorgung!
Um darauf aufmerksam zu machen, waren wir als KV Amper am Samstag auf der in München!
Mehr Infos: https://www.mecfs.de/gesellschaftliche-kosten-von-long-covid-und-me-cfs/