BUND Naturschutz OG Essenbach

BUND Naturschutz OG Essenbach Als Teil des BN KG Landshut schützen wir die Heimat und die Natur in der Marktgemeinde Essenbach.

Das gibt es nur im Moor: Der Duft-Lauch (Allium suaveolens) wächst auf den Niedermoorwiesen in der Au beim ehemaligen To...
13/09/2026

Das gibt es nur im Moor: Der Duft-Lauch (Allium suaveolens) wächst auf den Niedermoorwiesen in der Au beim ehemaligen Torfstich in Unterwattenbach. Das mit Küchenzwiebel, Knoblauch und Schnittlauch verwandte Zwiebelgewächs blüht zum Teil immer noch und zieht Schmetterlinge wie den Heufalter an. Es gehört zu den typischen Pflanzenarten in unseren kalkreichen Feuchtwiesen. Er ist mit einer anderen Charakterart, dem Pfeifengras, namensgebend für die Pfanzengesellschaft der „Duftlauch-Pfeifengraswiesen“.
Der Wohlriechende Lauch ist in Deutschland auf der Roten Liste als „gefährdet“ (Kategorie 3) eingestuft.

Wer Biodiversität erleben möchte, muss einfach genau hinschauen. Denn im Reich der Insekten geht es - aller Verluste zum...
12/09/2026

Wer Biodiversität erleben möchte, muss einfach genau hinschauen. Denn im Reich der Insekten geht es - aller Verluste zum Trotz - immer noch artenreich zu.
So gibt es in Bayern rund 725 Wanzenarten. Fast 670 davon leben an Land, wie diese Helle Porenwanze (Stictopleurus abutilon), die hier an den Samenständen der Königskerze auf einer von uns naturnah gepflegten Böschung saugt. Sie besiedelt trockene oder mäßig feuchte, offene Lebensräume.
Die Wanzen sind faszinierende Insektengruppe. Anders als Käfer, mit denen sie oft verwechselt werden, entwickeln sie sich über mehrere, unterschiedlich aussehende Larvenstadien (Nymphen) zum Erwachsenen Tier. Die kleinsten Wanzen sind unter einen Millimeter große, die größten messen bis 4cm.
Geht doch mal nach draußen und schaut, was ihr an Blättern und Fruchständen findet. Die App Obsidentify von Observation.org Deutschland hilft Euch beim Bestimmen.

Ihr müsst jetzt unbedingt nochmal in die Aue, denn dort gibt es ein großartiges Schauspiel zu beobachten: Jedes Jahr im ...
11/09/2026

Ihr müsst jetzt unbedingt nochmal in die Aue, denn dort gibt es ein großartiges Schauspiel zu beobachten: Jedes Jahr im September blühen dort die Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale). Das Zwiebelgewächs sieht aus, wie ein Krokus, gehört aber zu einer eigenen Familie. Das Besondere: Die Herbstzeitlose blüht im September, treibt Blätter und Samen aber erst im Frühjahr. Die Pflanze enthält einen starken Giftstoff, der auch für das Vieh gefährlich ist. Sie wächst bei uns zu Tausenden überall im Auwald und entlang der Isardämme.

Silber-Weiden (Salix alba) sind die Pioniere der Auen. Gleichzeitig sind es die Weiden, die am größten (bis 35m) und am ...
09/09/2026

Silber-Weiden (Salix alba) sind die Pioniere der Auen. Gleichzeitig sind es die Weiden, die am größten (bis 35m) und am ältesten (bis 200 Jahre) werden. Sie gedeihen überall dort, wo das Wasser nicht weit ist - so, wie hier am Moosgraben bei Unterwattenbach.
Silber-Weiden vertragen häufige Überschwemmungen und Staunässe besser als andere Baumarten. Im Jugendstadium kann das Wachstum der Jahrestriebe bis zu 2 Meter betragen. Auch ältere Zweige wurzeln schnell, wenn sie in Bodenkontakt kommen und die Ausschlagfähigkeit ist enorm. Alles Anpassungen an Standorte, die stark von Veränderungen durch Wasser geprägt sind. Gleichzeitig hat man sich dies auch zu Nutze gemacht und die Bäume so geschnitten, dass die austreibenden Zweige zum Flechten von Körben verwendet werden konnten. So entstanden die .
Silber-Weiden sind zugleich ökologische Paradiese. Die frühen Blüten bieten extrem viel Nektar und Pollen und dienen mindestens 33 Wildbienenarten und 18 Schmerlungspezies als Nahrungsquelle. Fast 160 verschiedene Raupen wurden auf der Silber-Weide nachgewiesen. 33 davon sind auf diesen Baum spezialisiert.
Einige der mächtigen Silber-Weiden am Moosgraben mussten gefällt werden, weil sie nicht mehr standsicher waren. Auf dem letzten Bild seht Ihr, wie groß der Stammdurchmesser dieser Bäume gewesen ist. Hier sollten wieder neue Silber-Weiden gepflanzt werden, damit unsere Nachfahren auch wieder solch mächtige Bäume bewundern können.

# #
Salixalba

Für die meisten Schwammerln ist es noch zu trocken. Aber den Riesenbovist (Calvatia gigantea) reicht die Feuchtigkeit, u...
08/09/2026

Für die meisten Schwammerln ist es noch zu trocken. Aber den Riesenbovist (Calvatia gigantea) reicht die Feuchtigkeit, um Fruchtkörper zu bilden. Hier sind gleich drei Exemplare zu sehen. Sie kommen dieses Jahr aber wegen der langen Trockenheit einen Monat später raus als im Vorjahr. Unser größter heimischer Schwammerl kann einen Durchmesser von 50cm und ein Gewicht von 25kg erreichen.
Der Pilz, der - und das kennt man ihm wirklich nicht an - zu den Champignonverwandten (Agaricaceae) gehört , wächst von Juni bis Oktober auf Wiesen, Weiden sowie in lichten Wäldern und an eher trockenen stellen. Roh ist er leicht giftig, paniert als Schnitzel macht er aber in der Küche eine gute Figur.
Aus dem anfangs weißen Fruchtkörper entwickelt sich ein gigantischer Ball aus gelblichgrauem Sporenpulver, der ein wenig an verwitterten Schaumstoff erinnert.

Eigentlich hätte es eine Schlittschuhfläche werden sollen. Aber der Grundwasserteich an der Fischerstrasse in Ohu ist je...
04/09/2026

Eigentlich hätte es eine Schlittschuhfläche werden sollen. Aber der Grundwasserteich an der Fischerstrasse in Ohu ist jetzt ein tolles Biotop, in dem sich Amphibien, Reptilen und Insekten im und am flachen Wasser tummeln. Rundherum hat der Landschaftspflegeverband eingesät und man findet Färberkarde, Gelbe Wiesenraute, Großen Wiesenknopf, Sumpf-Hornklee und vieles mehr. Gerade sind noch einige sehr große Kaulquappen zu sehen, die noch vor dem Winter an Land gehen.

Schaut mal, wie gut sich dieser kleine Schmetterling tarnt, wenn er auf einer Steinplatte (oder auf Rinde) sitzt. Durch ...
03/09/2026

Schaut mal, wie gut sich dieser kleine Schmetterling tarnt, wenn er auf einer Steinplatte (oder auf Rinde) sitzt. Durch seine Zeichnung passt er sich an viele Untergründe an und ist von Fressfeinden schlecht zu sehen. Wie diese Wirkung auf weißem Untergrund nachlässt, seht Ihr auf dem zweiten Bild.
Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) ist ein Nachfalter, der warme und trockene Lebensräume bevorzugt, als Gebüsch- und Waldränder, Wiesen, Moore und Heiden. Er scheint Besonders Waldrebegebüsche an Geländekanten zu lieben - so, wie sie es bei uns im Markt häufig gibt.
Die Raupen leben an oder in den Blüten ganz unterschiedlicher Pflanzen. Es gibt zwei Generationen. Gerade fliegen die letzten Tiere der zweiten Generation.


Heute möchten wir Euch mal wieder mit einem Nachtfalter bekannt machen. Denn diese Schmetterlinge zeigen noch eine ersta...
02/09/2026

Heute möchten wir Euch mal wieder mit einem Nachtfalter bekannt machen. Denn diese Schmetterlinge zeigen noch eine erstaunliche Artenvielfalt und brauchen gleichzeitig unseren Schutz. Denn sie sind nicht nur durch den Verlust von Lebensräumen gefährdet, sondern auch durch die Lichtverschmutzung - also die Zunahme von Abstrahlung aus Lichtquellen.
Die Bleich-Gelbeule (Xanthia icteritia) ist dabei ein ausgesprochener Herbstschmetterling, der zwischen August und Oktober zu beobachten ist. Hier ruht er morgens auf einer Wand unter einer Lichtquelle.
Eulenfalter bilden die artenreichste Nachtfalterfamilie. Es gibt in Bayern rund 640 Arten. Manche sind spezialisiert, manche Arten - wie auch die Bleich-Gelbeule haben zahlreiche Raupenfutterpflanzen; wobei die Sal-Weide die wichtigste ist.
Deshalb findet man sie bevorzugt im Einzugsbereich von Waldrändern mit Weidengebüschen.
Alle Nachtfalter sind durch Lichtverschmutzung extrem gefährdet. Achtet bei der Auswahl von Lampen für den Außenbereich unbedingt auf insektenfreundliches Licht (Lichtfarbe Amber, kleiner 3000Kelvin).


Am Samstag war Markttag. Danke, dass Ihr da wart. Das hat wieder richtig Spaß gemacht.
31/08/2026

Am Samstag war Markttag. Danke, dass Ihr da wart. Das hat wieder richtig Spaß gemacht.

Wow, das ist nicht in den Alpen. Das ist bei uns im Moos. Im August zeigen sich die Pfeifengraswiesen von ihrer schönste...
28/08/2026

Wow, das ist nicht in den Alpen. Das ist bei uns im Moos. Im August zeigen sich die Pfeifengraswiesen von ihrer schönsten Seite - es blühen Lungen-Enzian, Wohlriechender Lauch, Teufelsabbiß, Großer Wiesenknopf und Färberscharte; ganz großes Kino.

Leider kann man es kaum bewundern, denn die meisten Wege darf man aufgrund des Vogelschutzes erst im Oktober wieder begehen.

Adresse

Lärchenstraße 22 (c/o Fritz Wenzl)
Essenbach
84051

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von BUND Naturschutz OG Essenbach erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen