11/05/2025
Zum Muttertag: Ein Dank an alle Mütter – für das, was man sieht, und das, was oft unsichtbar bleibt
Mutter sein beginnt nicht erst mit der Geburt – es beginnt mit dem ersten Herzschlag unter dem eigenen. Mit den körperlichen Veränderungen, den Schmerzen, der Übelkeit, der Erschöpfung. Mit der sogenannten Schwangerschaftsdemenz, die einem das Gefühl gibt, sich selbst zu verlieren, während man einen anderen Menschen aufbaut. Es beginnt mit der Bereitschaft, den eigenen Körper zu teilen – und oft ein Stück davon dauerhaft zu verlieren.
Nach der Geburt geht es weiter: mit dem Stillen, den wachen Nächten, der ständigen Bereitschaft. Mit dem Gefühl, immer zu wenig zu tun – und doch alles zu geben. Schlafmangel ist keine Phase, sondern Alltag. Die Verantwortung endet nie, Pausen sind selten, Rückzug ein Luxus. Und obwohl sich vieles verändert, bleibt eines oft gleich: die Hauptlast der Care-Arbeit liegt bei den Müttern.
Während andere Karrieren machen, bleiben viele Mütter zu Hause, reduzieren ihre Arbeitszeit, übernehmen Kinderbetreuung, Hausarbeit, emotionale Fürsorge. Sie sorgen, organisieren, denken mit, denken voraus – und denken dabei an sich selbst oft zuletzt. Diese unbezahlte Arbeit zahlt sich nicht aus. Im Gegenteil: Sie führt in vielen Fällen zu Renteneinbußen, einer massiven Lücke in der Altersvorsorge und birgt das reale Risiko von Altersarmut.
Mutter sein heißt, ständig zu geben – körperlich, emotional, mental. Es bedeutet, dass viele Entscheidungen nicht mehr nur für einen selbst getroffen werden. Und all das geschieht oft im Verborgenen, still und selbstverständlich – als sei es einfach Teil der Rolle.
Zum Muttertag wollen wir deshalb nicht nur Blumen schenken. Sondern auch Anerkennung. Für die Kraft. Die Ausdauer. Die Liebe. Für all das Sichtbare – und das Unsichtbare. Für die vielen unbezahlten Stunden, die vielen still ausgehaltenen Momente, die vielen Dinge, die sie einfach tun, weil es sonst niemand tut.
Danke, an jede Mutter. Heute – und jeden Tag.