08/10/2025
Geschlossener Rücktritt des Landesvorstands – ein Zeichen politischer Verantwortung. WELT
Pressemitteilung des Landesvorstands der WerteUnion Nordrhein-Westfalen
Geschlossener Rücktritt des Landesvorstands – ein Zeichen politischer Verantwortung
Der amtierende Landesvorstand der WerteUnion Nordrhein-Westfalen erklärt hiermit geschlossen seinen Rücktritt mit Wirkung zum 8. Oktober 2025.
Mit diesem Schritt zieht der Landesvorstand die Konsequenz aus den Entwicklungen der vergangenen Monate, in denen innerparteiliche Konflikte und das Verhalten einzelner Personen die politische Arbeit der WerteUnion erheblich beeinträchtigt und das Vertrauen in die Partei – ebenso wie in ihre Vertreter und Unterstützer – nachhaltig erschüttert haben.
Die WerteUnion wurde gegründet, um Politik wieder an den Grundsätzen von Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Verantwortung auszurichten. Diese Werte bildeten das Fundament einer Bewegung, die konservativ-liberale Politik als verlässliche Alternative zu Beliebigkeit und Machterhalt verstand. Doch das jüngste Geschehen hat gezeigt, dass sich Teile der Partei von diesem Selbstverständnis entfernt haben – zum Nachteil ihrer Glaubwürdigkeit und ihres inneren Zusammenhalts.
Dr. Hans-Georg Maaßen, der heute ebenfalls seinen Rücktritt erklärt hat, verkörperte wie kaum ein anderer die ursprüngliche Idee der WerteUnion: bürgerliche Vernunft, Haltung und freiheitliches Denken.
Die gegen ihn und andere verantwortungsbewusste Funktionsträger gerichteten Angriffe und Falschdarstellungen haben nicht nur Persönlichkeiten diskreditiert, sondern die Integrität einer gesamten politischen Idee infrage gestellt. Zugleich wurde damit das Vertrauen vieler Bürger in eine auf Werte, Respekt und Verantwortungsbewusstsein gegründete Politik nachhaltig geschwächt.
Der Rücktritt des Landesvorstands ist daher kein Bruch, sondern ein Bekenntnis zu Integrität, Glaubwürdigkeit und politischer Klarheit.
Er steht für den Anspruch, Verantwortung nicht nur einzufordern, sondern sie auch konsequent zu übernehmen – selbst dann, wenn dies den Schritt aus dem Amt bedeutet.
Unser Dank gilt allen Mitgliedern, Unterstützern und politischen Mitstreitern, die in schwierigen Zeiten Haltung bewiesen und mit Überzeugung für konservativ-liberale Prinzipien eingestanden sind.
Nicht jedoch gilt dieser Dank jenen, die durch persönliches Machtstreben, Diffamierungen und destruktives Verhalten der innerparteilichen Kultur, der Demokratie und dem Vertrauen der Bürger in verantwortungsvolle Politik Schaden zugefügt haben.
Konservativ-liberale Politik ist kein Zeitgeist, sondern eine Überzeugung.
Sie bleibt Grundlage unseres Denkens und Handelns – auch ohne Parteibuch.
Wir werden uns weiterhin mit Entschlossenheit dafür einsetzen, dass glaubwürdige, bürgernahe und wertorientierte Politik in Deutschland und Europa eine Zukunft hat.
Gezeichnet:
Dietrich Kantel, geschäftsführender Landesvorsitzender
Dr. Dagmar Anheyer, stellvertretende Landesvorsitzende
Udo Kellmann, stellvertretender Landesvorsitzender
Andreas Klein, Beisitzer
Jens Kemper, kooptiertes Mitglied, Justiziar
Nicole Bingöl, kooptiertes Mitglied, Kommunikation und Kampagnen
Düsseldorf, den 8. Oktober 2025
̈sseldorf Rheinische Post Adrian Mönck