Das historische Köln

Das historische Köln Das historische Köln im 19. und frühen 20. Jahrhundert "Das historische Köln" ist ein ehrenamtliches Projekt.

Hierzu hat sich die Kölner Produktionsfirma WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann, mit einem Kreis von Historikerinnen und Historikern mit unterschiedlichen Expertisen zusammengetan, um die Stadtgeschichte Kölns zu erforschen und einem interessierten Publikum historische Bilder, Filme und aus den Ergebnisse der Forschungen entstandene Dokumentarfilme zu präsentieren. Das Ganze geschieht ehrenamtlich, da wir der Überzeugung sind, dass die Geschichte Kölns den Bürgerinnen und Bürgern gehört und ab einem gewissen Alter nicht kommerzialisiert werden sollte. Informationen zu unserem Projekt und alle unsere Dokumentarfilme zur Kölner Stadtgeschichte finden Sie auf unserer Webseite https://www.wegen-de-leut.de/dashistorischekoeln/ und auf YouTube https://www.youtube.com/

Innerhalb Kölns gibt es einige Stadtteile mit merkwürdigen Namensschöpfungen.Zollstock, erstmals 1877 so offiziell in de...
15/09/2026

Innerhalb Kölns gibt es einige Stadtteile mit merkwürdigen Namensschöpfungen.
Zollstock, erstmals 1877 so offiziell in den Adressbüchern so bezeichnet und 1888 nach Köln eingemeindet, ist einer davon.
Müßig zu sagen, dass das bekannte Messwerkzeug dabei keine Rolle spielt, sondern die Namensgebung vielmehr auf ein kleines hölzernes Zollhäuschen (Stock) zurückgeht, das am Schnittpunkt eines Feldweges in die Zollstocker Fluren mit dem Bischofsweg stand.
Zollstock wurde auch als "Schutzmannshausen" bezeichnet, da in den genossenschaftlich errichteten Siedlungsbauten der 1920er und 1930er Jahre viele einfache Beamte und ihre Familien ihre Heimstatt fanden.
Auf dem Foto sehen wir einen Abschnitt des kopfsteingepflasterten Höninger Wegs im Zollstocker Süden in Richtung Höninger Platz um 1927.
Das Gebäudeensemble der 1920er Jahre mit den schönen Ornamenten an der Erkern auf der linken Straßenseite ist noch heute erhalten, wenn auch in leicht veränderter Form.
Die "Elektrische" ist gerade auf ihrem Weg in die Innenstadt. Vor allem nach der Eröffnung des Südfriedhofes 1896 war auch die Einrichtung einer Straßenbahn erforderlich geworden.
Und so fährt bis zum heutigen Tage die Linie 12 ihren alten Schienenweg entlang des Höninger Wegs.
[ME]

Foto: Fotograf unbekannt, Köln Bauliche Entwicklung 1888 - 1927, Herausgegeben vom Architekten- und Ingenieurverein f. d. Niederrhein und Westfalen und Köln mit Unterstützung der Stadt Köln, Deutscher Architektur- und Industrieverlag, Berlin-Halensee, 1927

Text: Michael Engel
Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Grünanlage am Hohenzollernring um 1900.Foto: Fotograf unbekannt, "Köln im Bilde", 35 Ansichten aus der rheinischen Metro...
14/09/2026

Grünanlage am Hohenzollernring um 1900.

Foto: Fotograf unbekannt, "Köln im Bilde", 35 Ansichten aus der rheinischen Metropole nach künstlerischen Originalaufnahmen, Rhein-Verlag von Hoursch & Bechstedt, Köln, 1903

Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Wir werden Zeuge einer Szene des Eröffnungsfeuerwerks der Werkbundausstellung im Mai 1914 auf dem heutigen Messegelände....
13/09/2026

Wir werden Zeuge einer Szene des Eröffnungsfeuerwerks der Werkbundausstellung im Mai 1914 auf dem heutigen Messegelände. Diese Ausstellung wäre für Köln ein mindestens ebenso entscheidender Impuls gewesen, wie es 1928 die Ausstellung Pressa in der 1924 errichteten Kölner Messe war. Allerdings stand die Werkbundausstellung unter keinem guten Stern, da sie vorzeitig im August 1914 wegen des Ausbruchs des ersten Weltkriegs schließen musste und auch die Gebäude in der Folge fast alle gesprengt oder abgerissen wurden. Darunter auch die Musterfabrik von Walter Gropius, die heute für Köln ein Attraktion von Weltrang wäre.
[KH]

Wer sich für die Musterfabrik von Walter Gropius und die Werkbundausstellung in Köln interessiert, mag sich unseren Film zu dem Thema ansehen: https://youtu.be/o27SoJUjLII

Quelle: Postkarte aus der Sammlung Ippen. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Herrn Ippen. https://www.post.koeln/

Weitere Informationen zum Projekt "Das historische Köln" und vielen anderen Dokumentationen über die Kölner Stadtgeschichte:
https://www.wegen-de-leut.de/dashistorischekoeln

Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Wir sehen eine der vielen Trinkhallen Kölns, die 1898 am Sachsenring in der Nähe der Ulrepforte stand.Zu den Trinkhallen...
12/09/2026

Wir sehen eine der vielen Trinkhallen Kölns, die 1898 am Sachsenring in der Nähe der Ulrepforte stand.

Zu den Trinkhallen heißt es im Buch "Köln in hygienischer Beziehung" von 1898:

"Als ein Bedürfnis des städtischen Verkehrslebens hat sich die Aufstellung von Trinkhallen erwiesen, in denen gegen billigen Entgelt Mineralwasser (5 Pfg. für ein Glas ohne Fruchtsaft, 10 Pfg. für ein Glas Limonade) an den durch Staub und Sommerhitze geplagten Stadtbewohner verkauft wird.
Namentlich sind sie an solchen Stellen erwünscht, wo viele Arbeiter verkehren, da diese sich eine billige Erfrischung verschaffen können, ohne gezwungen zu sein, eine Wirtschaft zu besuchen.
Die Bedienung wird meist von einer älteren männlichen Person bewirkt.
Derartiger Schankhäuschen gibt es in Köln z. Z. 34. Da sie fast alle in recht gefälliger Holzarchitektur mit hohen, zierlichen Dächern, schmucken Aufbauten und Firstbekrönungen errichtet sind, so tragen sie in vielen Fällen zur Verschönerung des Strassenbildes bei."

Die Trinkhallen erfüllten noch einen weiteren Zweck. Sie sollten Arbeiter durch billige Angebote davon abhalten Alkohol während der Arbeitszeit bzw. in den Pausen zu trinken, da die durch Trunkenheit während der Arbeit verursachten Unfallzahlen ein erhebliches Maß erreicht hatten.

Allerdings gerieten die Trinkhallen unter hygienischen Gesichtspunkten ein wenig in Verruf, da sie über keinen Wasseranschluss verfügten und somit die Gläser nur in einer Schüssel mit Wasser gespült werden konnten. Zeitweise wurde das Wasser durch die bedienenden Herren deutlich zu selten gewechselt.
[KH]

Abbildung: Die Abbildung im Buch wurde einem historischen Foto nachempfunden, Köln in hygienischer Beziehung, Festschrift des Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, Herausgeber Geh. Sanität-Rat Dr. Eduard Lent, Köln, 1898

Recherche, Aufbereitung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Als die Stadt Köln 1903 beschloss, die Schildergasse bis zum Heumarkt zu führen, war nach dem in der Gürzenichstraße erf...
11/09/2026

Als die Stadt Köln 1903 beschloss, die Schildergasse bis zum Heumarkt zu führen, war nach dem in der Gürzenichstraße erfolgten Straßendurchbruch zwischen der Schildergasse, der Hohe Straße und der Gürzenichstraße ein dreieckiges Grundstück entstanden, für das vom Architekt Wilhelm Kreis das "Palatium" geplant wurde. Derselbe Wilhelm Kreis plante bereits das Kaufhaus Leonard Tietz, heute Galeria Kaufhof, das dem Palatium auf der Schildergasse gegenüber steht.
"Palatium" ist lateinisch und bedeutet Palast. So wundert es nicht, dass das Gebäude an allen drei Ecken flach überkuppelte Rundtürme hat und die gesamten Fassaden prächtig wirken. Mindestens der Turm an der Gabelung der Schildergasse und der Gürzenichstraße trug außen die Inschrift "Palatium". Das Foto, das um 1925 entstand, zeigt uns das 1912 fertiggestellte Palatium, welches auf uns heute immer noch beeindruckend und fast modern wirkt.
Nach dem 2. Weltkrieg war das Gebäude beschädigt und es wurden lediglich die Fassaden der Gürzenichstraße und der Schildergasse in leicht vereinfachter Form wieder aufgebaut. Der Rundturm an der Ecke Hohe Straße und Schildergasse fehlt ebenfalls. Allerdings ist es trotz der fehlenden Inschrift "Palatium" auch heute wieder für viele Menschen eine Art Palast, da sich gegenwärtig der Kölner Apple Store in dem Gebäude befindet.
[KH]

Foto: Fotograf unbekannt, Rheinisches Bildarchiv Köln, rba_mf065342, https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05704811

Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Der Blick der Kamera fällt etwa 1926 schräg von der Frankfurter Straße in Mülheim auf das Eckhaus Frankfurter Straße und...
10/09/2026

Der Blick der Kamera fällt etwa 1926 schräg von der Frankfurter Straße in Mülheim auf das Eckhaus Frankfurter Straße und Montanusstraße, das heute in vereinfachter Form noch vorhanden ist.
Erstaunlich ist, dass das Haus von Wilhelm Ripahn geplant wurde. Der selbe Riphahn, der 1924 die Bastei plante und ab Mitte der 1920er Jahre beispielsweise den Blauen Hof und die Weiße Stadt in Buchforst entwarf.

Foto: Fotograf unbekannt, Deutschlands Städtebau, Köln, herausgegeben im Auftrag des Oberbürgermeisters Dr. h. c. Konrad Adenauer, DARI Verlag, Berlin-Halensee, 1926. Der Band befindet sich in der Originalausgabe im Archiv Martin Junkersdorf, Teil des historischen Archivs der WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann

Recherche, Scan, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Am kommenden Wochenende findet wieder der "Tag des offenen Denkmals" statt. Dabei können viele Kölner Denkmäler kostenlo...
10/09/2026

Am kommenden Wochenende findet wieder der "Tag des offenen Denkmals" statt. Dabei können viele Kölner Denkmäler kostenlos und meist mit Führungen besichtigt werden.
Unter diesem Link kann man das umfangreiche Programmheft mit allen Events an diesem Wochenende herunter laden:
https://www.koelnisches-stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2026/08/PDFUA_Tag-des-offenen-Denkmals_2026_Programm.pdf

Die Tabelle zeigt die Kölner Bevölkerung an den Volkszählungstagen von 1867 bis 1895  differenziert nach Geschlecht, Alt...
09/09/2026

Die Tabelle zeigt die Kölner Bevölkerung an den Volkszählungstagen von 1867 bis 1895 differenziert nach Geschlecht, Alter, Familienstand und Religion.

Tabelle: Köln in hygienischer Beziehung, Festschrift des Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, Herausgeber Geh. Sanität-Rat Dr. Eduard Lent, Köln, 1898

Recherche: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Das etwa 1926 entstandene Foto gibt uns einen Einblick in den alten 1895 eröffneten Vieh- und Schlachthof in Ehrenfeld a...
08/09/2026

Das etwa 1926 entstandene Foto gibt uns einen Einblick in den alten 1895 eröffneten Vieh- und Schlachthof in Ehrenfeld an der Liebigstraße, der zwischen der Herkules- und der Hornstraße lag. Bis 2010 wurde der Schlachtbetrieb auf dem Gelände von der Fleischversorgung Köln betrieben. Teilweise stehen heute auf dem Gelände auf der Seite der Herkulesstraße Wohngebäude.

Bevor emsige KI-Experten den Namen auf dem Schild als schlechte KI-Bearbeitung bemängeln, muss erwähnt sein, dass das Name "Mos. Gosschalk" tatsächlich der Name ist, der auf dem Originalfoto zu lesen ist.

Foto: Fotograf unbekannt, "Deutschlands Städtebau, Köln", im Auftrag des Oberbürgermeisters Dr. h. c. Konrad Adenauer herausgegeben, DARI Verlag, Berlin-Halensee, 1926. Der Band befindet sich in der Originalausgabe im Archiv Martin Junkersdorf, Teil des historischen Archivs der WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann

Recherche, Scan, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Der Kölner Fotograf Fritz Zapp hinterließ uns um das Jahr 1912 diesen Blick auf die Glockengasse Ecke Hämergasse mit Bli...
07/09/2026

Der Kölner Fotograf Fritz Zapp hinterließ uns um das Jahr 1912 diesen Blick auf die Glockengasse Ecke Hämergasse mit Blickrichtung Nordwesten.

Foto: Fritz Zapp, Rheinisches Bildarchiv Köln, rba_720105, Archivlink: https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05143051

Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

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