VVN Chemnitz

VVN Chemnitz Chemnitzer Verein, der sich um Verfolgte des Naziregimes kümmert, um deren Kinder, Familien, Freunde.

EinladungZum Tag der Befreiung 2026Am Freitag, dem 08. Mai 2026, jährt sich die Befreiung Deutschlands vomN**iregime zum...
07/05/2026

Einladung

Zum Tag der Befreiung 2026

Am Freitag, dem 08. Mai 2026, jährt sich die Befreiung Deutschlands vom
N**iregime zum 81. Mal. Im Freistaat Sachsen ist dieser Tag seit 2025
ein offizieller Gedenktag.

Im Folgenden laden wir für Freitag den 8. Mai 2029 zu einer Gedenkstunde um 16 Uhr auf dem Friedhof Richterweg in Chemnitz ein.

In Anbetracht der Bedrohungen von Frieden, Freiheit, Glück, Sicherheit
und Leben der Menschen in unserem Land und den Beziehungen der Länder
und Nationen auf unserem Kontinent und in Nahost wollen wir an dieses
historische Schlüsseldatum unserer Geschichte erinnern und derer
Gedenken, die den Tag des Kriegsendes nicht mehr erlebten, den Soldaten
und Soldatinnen der alliierten Streitkräfte, den Zwangsarbeiterinnen und
Zwangsarbeitern, den zivilen Opfern des Faschismus und den
Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern die ermordet wurden.

Alle Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Gedenken auf dem
Garnisonfriedhof, am Richterweg 5 um 16 Uhr am 8.Mai 2026 teilzunehmen.

Der Sowjetische Ehrenfriedhof am Richterweg 5 (Garnisonfriedhof) ist am
8. Mai von 14:00 bis 18:00 Uhr für Besucher geöffnet.
Am 9. Mai ist der Friedhof von 10:00 bis 17:00 Uhr zugänglich.

140. Geburtstag von Ernst Thälmann16. April 1886 - Ernst Thälmann wird in Hamburg geboren. Lohnarbeiter schon seit der f...
16/04/2026

140. Geburtstag von Ernst Thälmann

16. April 1886 - Ernst Thälmann wird in Hamburg geboren. Lohnarbeiter schon seit der frühen Kindheit, ab 1903 SPD-Mitglied, mehrfach verwundet im 1. Weltkrieg, Arbeiter- u. Soldatenrat, USPD, später Vorsitzender der KPD, die zur Massenpartei wuchs.
Unter Bruch seiner Immunität als Reichstagsabgeordneter am 3.3.1933 verhaftet und von der GESTAPO gefoltert. Am 18. August 1944 im KZ Buchenwald ermordet - seine Mörder wurden in der BRD freigesprochen.

Unvergessen.

Unvergessen - Erinnerung und MahnungAm 27. März 2026 beim Denkmal am Hutholz gedachten Antifaschistinnen und Antifaschis...
27/03/2026

Unvergessen - Erinnerung und Mahnung

Am 27. März 2026 beim Denkmal am Hutholz gedachten Antifaschistinnen und Antifaschisten, Bürger aus Chemnitz und Neukirchen, den vor 81 Jahren Ermordeten.

Folgende Worte mit Bezug zu gegenwärtigen Gesellschaftlichen Veränderungen und historischen Ereignissen wurden gesprochen:

"Liebe Antifaschisten und Antifaschistinnen, liebe Chemnitzer und Chemnitzerinnen, liebe Neukirchner und Neukirchnerinnen,

Heute sind wir hier um den Ermordeten zu Gedenken. Lassen Sie mich diejenigen benennen, denen das Denkmal gewidmet ist. Auf dem Mahnmal steht:

»An dieser Stelle wurden am 27. März 1945 die standhaften antifaschistischen Widerstandskämpfer Albert Hähnel, Alfons Pech, W***y Reinel, Max Brand, Walter Klippel, Max Krusche, Albert Junghans von der Gestapo meuchlings ermordet. Ruhm und Ehre ihrem Andenken.«

Albert Hähnels Name wurde ein zweites Mal ausgelöscht. Wie dies geschehen konnte werden Sie erkennen.

In der Bundesrepublik nehmen die rechtsradikalen und neonazistischen Vorfälle und Straftaten immer mehr Fahrt auf. In einem Land, dass sich offiziell als Rechtsnachfolger des sogenannten 3. Reiches sieht und zugleich die Last eines durch Hi**erdeutschland entfesselten Weltkrieges mit über 60 Millionen Toten tragen muss. Über und über Opfer, Männer, Frauen und Kinder, in Konzentrations- und Vernichtungslagern der N***s, der Holocaust mit über 6 Millionen Ermordeten, hunderttausende Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, verhungert, erschlagen, im Bombenhagel getötet.

Mit dem unvergesslichen Tag der Befreiung am 8. Mai 1945 vom Grauen des Krieges und der Vernichtung folgten die Mehrzahl der Menschen in ganz Deutschland dem Schwur der Buchenwaldhäftlinge:

"Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!"

Nach den Kriegsverbrecherprozessen oder schon mit ihnen begann eine zweigeteilte Entwicklung in Deutschland. Im Osten wurde einer antifaschistischen Ordnung nicht nur Leben eingehaucht, sondern die Entnazifizierung in der Gesellschaft, u.a. durch Antifaschisten und Kämpfer gegen den Faschismus in Verwaltung, Justiz und Polizei sowie Neulehrer vorangetrieben.

In den drei Westzonen und später in der Bundesrepublik Deutschland wurden mehrheitlich die alten Beamten im staatlichen Machtapparat übernommen. Exemplarisch die Weiterbeschäftigung von Globke als Staatssekretär, Filbinger als Ministerpräsident, Gehlen als Chef des neuen Geheimdienstes, Heusinger als Generalinspekteur der Bundeswehr, Buback als Generalbundesanwalt, Schleyer als Arbeitgeberpräsident. Kasernen der Bundeswehr und Straßen sowie Plätze tragen oder trugen Namen von nazistischen Parteigängern oder Offizieren und Generälen, z.B. von Manteuffel, Moeller, Freiherr v. Fritsch, Rommel, Lent, Marseille, Lilienthal.

In der Folge der Wiedervereinigung kamen sogenannte Aufbauhelfer und "Neubürger" in den Osten, wie z.B. der Gymnasiallehrer Höcke ("Er ist ein N**i"), der Richter Meyer, der Oberst der Bundeswehr Paderski, der Bundeswehrfallschirmjäger-Oberfeldwebel Kalbitz. Sie zeichnen hauptsächlich mitverantwortlich für den Aufbau rechter sowie (neo)-nazistischer Strukturen und Parteien in den neuen Bundesländern.

Der gesellschaftliche Umbruch wurde im Osten begleitet von einem Sturm zur Tilgung des Vermächtnisses von Antifaschisten und deren öffentlich-mediale Diskreditierung. Erinnerungsorte, Straßen und Denkmäler für Menschen, die für ihre Überzeugung und ihren Kampf gegen den Faschismus Folter, Haft oder auch den Tod erfuhren, wurden gestohlen, entfernt bzw. geschleift. Ein Angriff auf ein Wertesystem vieler Menschen, das zugleich auch Bestandteil deren Lebensleistungen mit antifaschistischen Traditionen ist. Dem ist immer wieder zu begegnen. Man hebt die aktuellen Fakten zum erstarken rechter und nazistischer Umtriebe und Entwicklungen aufs Tapet und verbannt die geschichtlichen Fakten über deren Ursachen im Keller des Vergessen.

Unvergessen, auch wenn allein in Chemnitz nach 1990 eine durch nichts zu rechtfertigende Straßennamenstürmerei stattfand, Gedenktafeln zerstört oder entfernt und vor allem Schulen ihres antifaschistischen Erbes beraubt wurden. Allein für Chemnitz stehen über 30 getilgte Straßennamen und über 15 getilgte oder mit dem Abriss der Schulen verschwundene Schulnamen.
Euer Kampf war nicht umsonst und die Erinnerung wird unauslöschlich bleiben.

Durch Umbenennung der Albert-Hähnel-Straße wurde der Widerstandskämpfer ein zweites Mal ausgelöscht. Es sollte kein Erinnern mehr geben, sein Erbe sollte getilgt werden, sein Name verschwinden. Was die Gestapo mit Gewehrkugeln begann, vollendeten Bürokraten und Demokraten durch einen Verwaltungsakt.

Folgende Straßenamen von Antifaschisten wurden aus dem Chemnitzer Stadtbild zielgerichtet entfernt:

Albert-Hähnel-Straße
August-Friedel-Straße
Dimitroffstraße
Dr.-Otto-Nuschke-Straße
Dr.-Richard-Sorge-Straße
Erich-Weinert-Straße
Emil-Mehner-Straße
Ernst-Schneller-Straße
Ernst-Thälmann-Straße
Fritz-Große-Straße
Fritz-Heckert-Platz
Fritz-Heckert-Straße
Fritz-Sxhmenkel-Straße
Georg-Garreis-Straße
Hans-Beimler-Straße
Helmut-Just-Straße
Johannes-R.-Becher-Straße
Johann-Riesner-Straße
Julian-Marschlewski-Straße
Karl-Winter-Straße
Kurt-Berthel-Straße
Kurt-Fischer-Straße
Kurt-Wieland-Straße
Max-Hoelz-Straße
Max-Krug-Straße
Otto-Schütze-Straße
Otto-Grotewohl-Straße
Paul-Matz-Straße
Rudolf-Harlaß-Straße
Wilhelm-Pieck-Straße
und auch der
Platz des 8.Mai.
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Es gilt das gesprochene Wort.

20/12/2025
Neue Broschüre informiert über Stolperstein-ProjektDie Stadt Chemnitz hat eine neue Broschüre über das Projekt Stolperst...
13/11/2025

Neue Broschüre informiert über Stolperstein-Projekt

Die Stadt Chemnitz hat eine neue Broschüre über das Projekt Stolpersteine veröffentlicht. Das 16-seitige Heft ist ab sofort in gedruckter Form im Rathaus und als Download unter www.chemnitz.de/stolpersteine erhältlich.

Neben Informationen zu dem Kunstprojekt und der Arbeit der AG Stolpersteine in Chemnitz werden Lebenswege von fünf verschiedenen Opfergruppen vorgestellt. Jeweils ein Lebensbild beschreibt das Schicksal von jüdischen Familien, politisch Andersdenkenden, behinderten Menschen, Homosexuellen sowie Sinti und Roma. Sie erinnern damit stellvertretend an die vielen Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden.

Pate werden

Die Finanzierung der Stolpersteine übernehmen Paten. Die Stadt Chemnitz trägt die Tiefbauarbeiten und die organisatorischen Leistungen.

Für 120 Euro kann jeder Bürger eine Patenschaft für Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. Anfragen richten man bitte direkt an den Stadtverband Chemnitz des VVN/BdA, VVN-BdA Chemnitz, Postfach: 251, 09002 Chemnitz, per Email an [email protected] oder hier per PN.

Über die Arbeit des VVN Chemnitz
Mehr unter
https://vvn-bda-chemnitz.de

Geschichte:
In Chemnitz ergriff im November 2005 der Verein der Verfolgten des N**iregimes – Bund der Antifaschisten Chemnitz VVN/BdA die Initiative zur Verlegung von Stolpersteinen in der Stadt Chemnitz. Bereits am 6. Juli 2007 konnten die ersten sechs Gedenksteine verlegt werden.

Der VVN/BdA ist Träger des Projektes und verantwortlich für die inhaltliche Arbeit, Ansprechpartner für Vorschläge der zu ehrenden Personen und betreut die Paten.

Die organsatorischen Vorbereitungen und die Verlegung der Gedenksteine werden durch eine Projektgruppe der Stadtverwaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sven Schulze koordiniert.

Quelle: https://www.chemnitz.de/de/unsere-stadt/geschichte/stolpersteine

Zu den Biografien in der Broschüre:

Verfolgte und ihre Geschichten

So zeigt die Biografie der jüdische Familie Sander, die ein Möbelhaus in der Dresden Straße hatten, wie sie enteignet, ausgegrenzt, verhaftet und deportiert wurde. Sohn Herbert gilt nach seiner Deportation am 10. Mai 1942 ins Ghetto Belzyce als verschollen. Mutter Sophie und Sohn Ernst wurden nach Theresienstadt deportiert und kehrten am 9. Juni 1945 krank und gezeichnet nach Chemnitz zurück.

Weil W***y Lesser auf die Gefahren des Nationalsozialismus aufmerksam machte, wurde er 1935 wegen Hochverrats verurteilt und in das KZ Sachsenburg eingeliefert. Seine Erfahrungen schrieb er später in dem Buch „Bubu“ nieder.

Gerhard Rothe war eines von vielen Euthansieopfern. Nachdem er acht Jahre in einer Heil- und Pflegeanstalt lebte, wurde er im Zuge der Aktion T4 wie mehr als 70.000 andere Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen ermordet.

Adolf Wilhelmi war homosexuell, damit fiel er für die Nationalsozialisten in die Kategorie der „Volksschädlinge“. Wegen seiner Sexualität bereits vor 1933 mehrfach verurteilt, musste er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zwei Haftstrafen verbüßen. Statt freigelassen zu werden, wurde er 1942 ins KZ Dachau deportiert und dort ermordet.

Bei der „Aktion Arbeitsscheu Reich“ (ASR) wurden Sinti und Roma verhaftet und in Konzentrationslager überführt. Auch Hugo und Martha Hoff aus dem Stadtteil Altendorf und ihre Kinder und Enkel ereilte dieses Schicksal. Nur ein Sohn überlebte die Auslöschung der Familie.

Hintergrund
In jedem Jahr werden in Chemnitz Stolpersteine verlegt, neue Lebenswege erforscht und den Menschen ein ehrendes Andenken gesetzt. Die Stadt Chemnitz sucht dafür Pat:innen, die die Kosten für die Herstellung und Verlegung übernehmen. Interessierte können sich per Mail an stolpersteine(at)stadt-chemnitz.de wenden.
www.chemnitz.de/stolpersteine

24. Oktober 1944Otto Schmirgal (* 15. Dezember 1900 in Bentschen, Kreis Meseritz (Provinz Posen); † 24. Oktober 1944 in ...
24/10/2025

24. Oktober 1944

Otto Schmirgal (* 15. Dezember 1900 in Bentschen, Kreis Meseritz (Provinz Posen); † 24. Oktober 1944 in Brandenburg an der Havel) war Arbeiter, Politiker (KPD) und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

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Im März 1933 wurde er für die KPD als Abgeordneter in den preußischen Landtag gewählt, konnte aber wegen der einsetzenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten sein Mandat nicht ausüben. Schmirgal ging in den Untergrund, wurde aber schon im August 1933 erstmals wegen antifaschistischer Tätigkeit verhaftet und im KZ Columbiahaus inhaftiert. Anschließend war er im Zuchthaus Brandenburg sowie im KZ Esterwegen in „Schutzhaft“. Nach seiner Freilassung im September 1934 arbeitete er als Notstandsarbeiter beim Bau der Autobahn und ab 1937 als Rundschleifer bei der Zahnradfabrik Friedrichshafen in Wittenau. Ohne besondere Begründung wurde er 1939 nach dem gescheiterten Attentat Georg Elsers auf Hi**er in München wieder für einige Zeit in Schutzhaft genommen. Während des Zweiten Weltkriegs wirkte er in der antifaschistischen Gruppe um Robert Uhrig. Er war Leiter der Zelle in der Zahnradfabrik in Wittenau. Am 4. Februar 1942 wurde er erneut verhaftet, diesmal unter dem Vorwand „systematischer Störung der Kriegsproduktion“. Inhaftiert wurde er im Zellengefängnis Moabit, wo er Werner Seelenbinder kennenlernte, dann im Arbeitserziehungslager Wuhlheide, von dort kam er ins Arbeitserziehungslager Großbeeren. Am 5. September 1944 wurde er mit Werner Seelenbinder, Hans Zoschke und zehn weiteren Angeklagten wegen „kommunistischer Parteiarbeit“ vom 5. Senat des Volksgerichtshofs zum Tod verurteilt und im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Schmirgal

Foto:
https://www.museum-lichtenberg.de/index.php/ns-widerstand-und-verfolgung/namensliste/456-schmirgal-1900-1944

24. Oktober 1944:Franz Wipplinger (* 10. Januar 1915 in München; † 24. Oktober 1944 hingerichtet in Berlin) war Priester...
24/10/2025

24. Oktober 1944:

Franz Wipplinger (* 10. Januar 1915 in München; † 24. Oktober 1944 hingerichtet in Berlin) war Priesteramtskandidat für das Erzbistum München und Freising und wird als Glaubenszeuge im Deutschen Martyrologium des 20. Jahrhunderts geführt.

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Wipplinger war nach seiner Verhaftung am 4. Dezember 1943 zur Untersuchungshaft ins Militärgefängnis nach München gebracht worden. In den Vernehmungsakten ist vermerkt, dass bei Wipplinger „feindliche Flugblätter mit staatsgefährlichem und zersetzendem Inhalt“ gefunden worden seien „und dass er Nachrichten von Feindsendern wiederholt abgehört hat“. Sein Tagebuch lässt erkennen, dass Wipplinger die Flugblätter der „Weißen Rose“ gekannt haben muss. Vom Feld-Kriegs-Gericht des Zentralgerichts des Heeres Berlin wurde Franz Wipplinger am 31. August 1944 wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tod verurteilt. Die Hinrichtung wurde am 24. Oktober 1944 in Berlin-Spandau vollzogen

Quelle und Foto:
https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wipplinger_(NS-Opfer)

24. Oktober 1944:Werner Bruno Erich Seelenbinder (* 2. August 1904 in Stettin; † 24. Oktober 1944 in Brandenburg an der ...
24/10/2025

24. Oktober 1944:

Werner Bruno Erich Seelenbinder (* 2. August 1904 in Stettin; † 24. Oktober 1944 in Brandenburg an der Havel) war ein deutscher Ringer und kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Nach Verurteilung durch den Volksgerichtshof wurde er 1944 hingerichtet.

2008 wurde Werner Seelenbinder in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

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1939 wurde Seelenbinder nach dem Eisenwerk Wanheim, einem Rüstungsbetrieb in der Attilastr. 61–67 in Berlin-Tempelhof, zwangsverpflichtet. Dort gelang es ihm, eine Widerstandszelle zu organisieren, in der an der Seite deutscher Kommunisten auch polnische Zwangsarbeiter mitwirkten. In jener Zeit intensivierte Seelenbinder seine Kontakte zu den Mitgliedern der kommunistischen Widerstandsgruppe um Robert Uhrig und Alfred Kowalke, für den Seelenbinder Unterkunft und Kontakte besorgte. Als die Gruppe um Robert Uhrig zerschlagen wurde, nahm die Gestapo auch Seelenbinder am 4. Februar 1942 in seiner damaligen Wohnung Palisadenstraße 56 in Friedrichshain fest.

Nach über zwei Jahren Haft in verschiedenen Konzentrationslagern und Zuchthäusern (unter anderem im Arbeitserziehungslager Wuhlheide und in Landsberg an der Warthe) wurde er durch den Volksgerichtshof in Potsdam zum Tode verurteilt. Am 24. Oktober 1944 wurde Seelenbinder, nachdem mehrere von ihm gestellte Gnadengesuche abschlägig beschieden worden waren, im Zuchthaus Brandenburg-Görden enthauptet.

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In Chemnitz gibt es noch eine Straße die seinen Namen trägt.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Seelenbinder

Foto:
https://www.deutsche-biographie.de/gnd118612662.html

23. Oktober 1944:Krystana (Tanka) Iwanowa Janewa (auch Krastana Iwanowa Janewa; bulgarisch Кръстана Иванова Янева) (* 30...
24/10/2025

23. Oktober 1944:

Krystana (Tanka) Iwanowa Janewa (auch Krastana Iwanowa Janewa; bulgarisch Кръстана Иванова Янева) (* 30. Oktober 1914 bei Dramain, Ostmakedonien, Griechenland; † 23. Oktober 1944 in Halle (Saale), Preußen, Deutsches Reich) war eine bulgarische Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus.

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Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in das verbündete Bulgarien 1941 (siehe Geschichte Bulgariens) schloss sie sich einer Partisanengruppe an und sie wurde vom sowjetischen Geheimdienst für besondere Einsätze angeworben. Da sie bereits während des Studiums begonnen hatte, Deutsch zu lernen, wurde sie im November 1942 zum Studium an die Berliner Universität geschickt, wo sie Kontakte zu den Widerstandsgruppen um Harro Schulze-Boysen, Arvid Harnack und Bernhard Bästlein aufnehmen sollte.

Am 27. April 1944 wurde sie verhaftet und im Untersuchungsgefängnis Moabit inhaftiert. Nach 15 Monaten kam sie ins Frauengefängnis Barnimstraße. Am 22. Juni 1943 wurde sie vom Reichskriegsgericht zum Tod verurteilt. Danach wurde sie ins Zuchthaus Halle/Saale verlegt, wo sie am 23. Oktober 1944 enthauptet wurde.

Janewa wohnte von 1942 bis 1943 in der Albrechtstraße 14 in Berlin-Mitte, wo eine Gedenktafel an sie erinnert.

Quelle und Foto 1:
https://de.wikipedia.org/wiki/Krystana_Janewa

Foto 2:
https://x.com/felix_bohr/status/1716352052991873442

23. Oktober 1944:Hana Brady (bürgerlich Hana „Hanička“ Bradyová, 16. Mai 1931 in Nové Město na Moravě, Tschechoslowakei ...
24/10/2025

23. Oktober 1944:

Hana Brady (bürgerlich Hana „Hanička“ Bradyová, 16. Mai 1931 in Nové Město na Moravě, Tschechoslowakei – 23. Oktober 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau) war ein tschechoslowakisches jüdisches Mädchen, das dem Nationalsozialismus zum Opfer fiel. Ihre Lebensgeschichte ist Grundlage für das Jugendbuch Hanas Koffer.

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Im März 1941 wurde Hanas Mutter Markéta von der Gestapo verhaftet. Am 23. November 1941wurde auch noch Hanas Vater Karel verhaftet. Stunden nach der Verhaftung des Vaters holte der Onkel Ludvík die Kinder Hana und Jiří zu sich. Er war Katholik und hatte die Schwester des Vaters geheiratet. Nun beschloss er, dass die Kinder bei ihm und seiner Familie auf dem Land untertauchen sollten. Durch Briefe von ihrem Vater erfuhren die Kinder, dass er in Iglau im Gefängnis der Gestapo festgehalten wurde.

Der Onkel und die Tante der beiden Kinder mussten einer Anordnung folgen und Hana und Jiří am 14. Mai 1942 zum Deportationszentrum Třebíč bringen. Kurze Zeit später wurden die Kinder mit anderen Leuten zusammen nach Theresienstadt gebracht, wo Brady mehrere Bilder malte. Diese sind ebenso wie ihr Koffer erhalten geblieben. Als die Geschwister schon ein Jahr im Ghetto waren, kam auch ihre Großmutter aus Prag nach Theresienstadt. Sie war schwer krank, als die Kinder sie besuchten. Drei Monate später, im September 1944, verstarb sie.

Irgendwann entdeckte Hana den Namen ihres Bruders auf der Transportliste nach Osten. Sie verlor zunächst ihren Mut, doch als sie vier Wochen später auch ihren Namen auf einer Transportliste entdeckte, freute sie sich, da sie glaubte, sie würde nun ihren Bruder wiedersehen. Die Fahrt in den Viehwaggons dauerte einen Tag und eine Nacht. In der Nacht vom 23. Oktober 1944 kam Hana Brady mit den anderen Mädchen im KZ Auschwitz-Birkenau an. Die dreizehnjährige Hana wurde dort noch am Tag ihrer Ankunft von den deutschen SS-Männern ins Gas geschickt.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hana_Brady

Foto:
https://mainichi.jp/english/articles/20210508/p2a/00m/0et/011000c

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