Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle

Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle "Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!" ist ein breites Bündnis dem mehr als 30 zivilgesellschaftliche Organisationen angehören.

Wir können ein besseres und gerechtes Land für alle schaffen, die hier leben. In Deutschland gibt es so viel Reichtum wie nie zuvor, wir müssen ihn endlich vernünftig verteilen und gerecht einsetzen. Doch seit Jahrzehnten nehmen weltweit und in Deutschland soziale Ungleichheit, Unsicherheit und Ungerechtigkeit zu. Die Einkommen der Beschäftigten sind weit hinter der Entwicklung der Gewinne und Ver

mögenseinkommen zurückgeblieben. Millionen Menschen sind von Erwerbslosigkeit oder Armut trotz Arbeit betroffen. Viele Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, Zugewanderte und andere Gruppen geraten immer mehr ins Abseits. Bund, Länder und Gemeinden haben zu wenig investiert und viel Personal abgebaut. Öffentliche und soziale Leistungen wurden gekürzt, das Rentenniveau befindet sich im Sinkflug und in vielen Städten wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Viele Menschen fürchten, dass sie dabei verlieren werden. All dies erschwert auch die solidarische Aufnahme und Integration der Menschen, die Schutz vor Verfolgung und Krieg suchen. Zugleich wurden Steuern auf große Vermögen, hohe Einkommen und Gewinne gesenkt und Kapitalmärkte entfesselt. Viele große Konzerne drücken sich notorisch vor der Steuer. Reichtum und Macht konzentrieren sich in immer weniger Händen. In der Politik dominieren die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Hier liegen die Ursachen der sozialen und politischen Spaltungen und Probleme. An den Missständen in diesem Land sind nicht die Armen, die Erwerbslosen oder die Schutzsuchenden schuld. Wir brauchen eine neue, gerechtere Politik:

- bessere soziale Absicherung und stärkere Rechte der Beschäftigten, der kleinen Selbstständigen, der Erwerbslosen, der Rentnerinnen und Rentner, der Kinder und Familien, der Menschen mit Behinderung und der Schutzsuchenden;
- mehr öffentliche Investitionen und mehr Personal, für Infrastruktur, Kindereinrichtungen, Schulen und Hochschulen, Gesundheitswesen und Pflege, Kultur, Jugend und Sport, soziale und Arbeitsmarkt-Integration;
- ökologisch nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung und einen sozial verträglichen ökologischen Umbau;
Bereitstellung und Bau von ausreichend bezahlbaren Wohnungen;
- bedarfsdeckende Finanzausstattung besonders der hoch belasteten und verschuldeten Städte und Gemeinden. Mit mehr Steuergerechtigkeit können wir das finanzieren! Die große Mehrheit der Bevölkerung wird dadurch nicht belastet, sondern wird davon profitieren:

- Finanzstarke Unternehmen und Reiche müssen wieder höhere Beiträge zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten; sehr hohe Einkommen sind stärker zu besteuern; Kapitalerträge dürfen nicht privilegiert werden;
- Steuerbetrug muss bekämpft und Steuerschlupflöcher müssen beseitigt werden, in Deutschland, der EU und weltweit;
- eine Vermögenssteuer und eine reformierte Erbschaftsteuer müssen die Millionäre und Milliardäre angemessen an der Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beteiligen und soziale Ungleichheit abbauen.

09/11/2021

Neue Umfragen zu öffentlichen Ausgaben und Steuerpolitik

Von den ursprünglichen Plänen von SPD und Grünen, Vermögen, Erbschaften und hohe Einkommen zu besteuern wird wohl in der Koalition nur sehr wenig bis nichts übrig bleiben. Zwei aktuelle Umfragen vergleichen dieses Ergebnis mit dem Willen der Bürger*innen. Das Ergebnis: Die Bürger*innen wollen mehr staatliche Investition und eine gerechtere Vermögensverteilung durch Subventionsabbau - ein scheinbarer Widerspruch, oder doch nicht? Die Antwort und alle Links im Blog unter: https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/politikverdrossenheit-oder-doch-waehlerverdrossenheit-wer-verspielt-hier-die-glaubwuerdigkeit/

10/09/2021

In den letzten 30 Jahren wurden auf Druck der Lobby des großen Geldes immer mehr Steuerprivilegien geschaffen. Wir fordern daher die neuen Bundesregierung auf, diese endlich abzuschaffen.

06/09/2021

VERMÖGENSBESTEUERUNG: UNVERZICHTBAR!
Die Zeit ist reif für eine Rückbesinnung auf das Potenzial der Vermögensbesteuerung. Ralf Krämer und Yannick Schwarz stellen die Diskussionsergebnisse des Netzwerks Steuergerechtigkeit dar und präsentieren konkrete Vorschläge. Durch eine konsequente Besteuerung der Millionäre und Superreichen könnten über 50 Mrd. Euro jährlich Vermögensteuer eingenommen und das Aufkommen der Erbschaftsteuer (zuletzt 8,6 Mrd. Euro) mehr als verdoppelt werden. https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/vermoegensbesteuerung-fuer-eine-gerechte-zukunftsgestaltung/

24/08/2021

Zum Wirtschaftspolitik aktuell 13 / 2021

Am 17. Mai 2021 wurde von ver.di ein Aufruf in einer Pressekonferenz veröffentlicht, der auch von vielen der Trägerorgan...
01/06/2021

Am 17. Mai 2021 wurde von ver.di ein Aufruf in einer Pressekonferenz veröffentlicht, der auch von vielen der Trägerorganisationen des Bündnisses „Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle“ und von prominenten Einzelpersonen unterstützt wird. Er eignet sich auch um vor Ort in Städten oder Ländern auf dieser Grundlage aktiv zu werden und Bündnisorganisationen und weitere Interessierte anzusprechen. Der Aufruf mit Erstunterzeichnenden findet sich hier und kann online unterstützt werden: https://verdi-waehlt.verdi.de/++co++c2d5de46-b26b-11eb-9204-001a4a160129

Präsentationen und weitere Infos zum Thema „Staatsschulden, Reichtumsverteilung und gerechte Steuerpolitik“, die gerne verbreitet und genutzt werden können, finden sich hier: https://wipo.verdi.de/publikationen/++co++57183c20-b7b2-11eb-aa4e-001a4a160119

Videos mit Diskussionen mit Parteivertretern zum Thema sowie zum DGB-Steuerkonzept hier: https://verdi-waehlt.verdi.de/++co++9099536a-9c61-11eb-94cb-001a4a16012a

Das aktuelle und differenzierte Steuerkonzept des DGB findet sich hier: https://www.dgb.de/dgb-steuerkonzept Downloads ganz unten, eine Broschüre dazu ist noch in Arbeit.

Das Netzwerk Steuergerechtigkeit, das im Bündnis mitarbeitet, diskutiert ein Konzept zur Vermögensbesteuerung und hat weitete Informationen dazu zusammengestellt: https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/vermoegensbesteuerung-fuer-eine-nachhaltige-zukunft-fuer-alle/

Der Paritätische Gesamtverband lädt unter dem Motto "Armut? Abschaffen!" vom 10.-12. Juni 2021 zu einem digitalen Aktionskongress gegen Armut: https://www.wir-sind-paritaet.de/wir-berichten/blog/armut-abschaffen

Die Initiative "Wer hat, der gibt" plant u.a. am 21. August 2021 einen dezentralen Aktionstag zum Thema Reichtum umverteilen: https://werhatdergibt.org/

Der BUND und der Paritätische Gesamtverband haben gemeinsam eine "Zukunftsagenda für die Vielen!" erarbeitet und veröffentlicht: https://www.bund.net/zukunftsagenda/

Gemeinsam mit vielen Organisationen und Persönlichkeiten hat ver.di einen Aufruf für eine gerechte Bewältigung der Corona-Pandemie veröffentlicht:

Die Vermögensverteilung in Deutschland ist extrem ungleich. Das bedeutet aber auch, dass eine Vermögensabgabe allein der...
27/11/2020

Die Vermögensverteilung in Deutschland ist extrem ungleich. Das bedeutet aber auch, dass eine Vermögensabgabe allein der Multimillionäre schon hunderte Milliarden Euro einbringen könnte. Falls ab 2022 die Schuldenbremse wieder greifen soll, darf das nicht zu Lasten der Beschäftigten oder des Sozialstaats gehen, sondern dann müssen die Reichen zur Kasse gebeten werden!
https://wipo.verdi.de/publikationen/++co++608ebf3e-2fe7-11eb-9700-001a4a160100
Mehr zur Studie: https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/diw-studie-im-auftrag-der-fraktion-die-linke-und-der-rosa-luxemburg-stiftung-vermoegensabgabe-fuer-d/

Zum Wirtschaftspolitik aktuell 17 / 2020

13/07/2020

Wohltätigkeit von Wohlhabenden, »egal wie großzügig« wird die Welt nicht aus der Coronakrise führen können, sagen 83 Millionäre. Sie fordern eine höhere Besteuerung von Superreichen, um die Kosten der Corona-Pandemie zu schultern.

Der geplante Abbau des Solidaritätszuschlags wird als „Entlastung der unteren und mittleren Einkommen" verkauft. Tatsäch...
16/08/2019

Der geplante Abbau des Solidaritätszuschlags wird als „Entlastung der unteren und mittleren Einkommen" verkauft. Tatsächlich profitieren Gutverdienende am meisten und Geringverdienende überhaupt nicht. Zugleich verliert der Staat 10 Milliarden Euro, die für öffentliche Leistungen gebraucht werden. ver.di fordert deshalb eine Steuerreform, die tatsächlich kleine und mittlere Einkommen entlastet und zum Ausgleich die Reichen stärker heranzieht.

Mehr Informationen auf: https://wipo.verdi.de/publikationen/++co++96d21d92-bf37-11e9-bf8e-525400f67940

14/08/2019

Bezahlbarer Wohnraum für alle!
In einer wachsenden Zahl europäischer und deutscher Städte und Wachstumsregionen steht einem anhaltend schrumpfenden Anteil „bezahlbarer Wohnungen“ eine steigende Zahl hochpreisiger Wohnungen gegenüber. Hauptbetroffene sind nicht nur die Angehörigen unterer Einkommensschichten, sondern zunehmend auch Angehörige der Mittelschicht.
Auf der diesjährigen Kommunenkonferenz am 20./21.9. in Frankfurt/M. beschäftigen wir uns mit den Ursachen der Wohnungsmisere, zeigen Auswege, beleuchten positive Beispiele kommunaler Wohnungspolitik und diskutieren politische Interventionsmöglichkeiten. Wir freuen uns auf euch!
www.kommunenkonferenz.de

Der Paritätische Gesamtverband hat eine Interessante Expertise herausgebracht.  Besonders Kinder (22,3%) sind in Deutsch...
05/08/2019

Der Paritätische Gesamtverband hat eine Interessante Expertise herausgebracht. Besonders Kinder (22,3%) sind in Deutschland von betroffen. Mehr als jede*r fünfte Arme ist minderjährig. Das ist ein sehr erschreckendes Ergebnis. Wir können das ändern wenn wir endlich anfangen Reichtum umzuverteilen!!!

Für Kino, Kultur und Unterhaltung wird bei den ärmsten Kindern im 10-Jahres-Vergleich immer weniger Geld ausgegeben. Das ist ein Ergebnis unserer Expertise zu Konsumausgaben und Kinderarmut, die am Donnerstag Ulrich Schneider vorgestellt hat. Hier zum download: https://www.der-paritaetische.de/publikation/expertise-verschlossene-tueren/

Die Hans-Böckler-Stiftung hat eine Interessante Studie zum Thema schwere Körperliche Arbeit herausgebracht. Unteranderem...
02/08/2019

Die Hans-Böckler-Stiftung hat eine Interessante Studie zum Thema schwere Körperliche Arbeit herausgebracht. Unteranderem wurde dabei herausgefunden, dass Menschen die weniger als 2000 Euro brutto im Monat verdienen zu 42 % von schwerer körperlicher Arbeit betroffen sind. Diejenigen die mehr als 4000 Euro verdienen verrichten nur 6 % schwere körperliche Arbeit.

Auch im Zeitalter der ist schwere körperliche verbreitet: Für fast ein Drittel der Beschäftigten gehört sie zum Arbeitsalltag. Die Folgen für die können schwerwiegend sein. Mehr dazu: https://www.boeckler.de/120873_120887.htm

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