23/05/2026
BILDUNG ODER BORDELL-MANAGEMENT? WAS SOLL UNSEREN KINDERN HIER VERMITTELT WERDEN?
Schüler der 8. Klasse eines Gymnasiums in Kevelaer (NRW) sollen offenbar ein Bordell („Puff für alle“) entwerfen und sich Gedanken machen über Angebot, Zielgruppen, Gestaltung – und sogar darüber, wer dort arbeiten soll und welche „Fähigkeiten“ diese Menschen mitbringen müssen.
Was ist das bitte für ein Unterricht?
Frauen und Mädchen brauchen Schutz. Sie brauchen Perspektiven. Sie brauchen Lebensbedingungen, die verhindern, dass sie überhaupt in solche Situationen geraten.
Und ganz bestimmt brauchen Schülerinnen und Schüler keinen Unterricht darüber, wie ein Bordell funktioniert, wie man es attraktiv gestaltet oder nach welchen Kriterien Personal ausgewählt werden soll.
Wir sprechen hier über Menschen. Nicht über Ware. Nicht über Geschäftsmodelle. Nicht über „Bedienung“ und „Zufriedenstellung“ im sexuellen Kontext.
Wenn Jugendliche über Prostitution sprechen sollen, dann über die Realität: Ausbeutung, Menschenhandel, Gewalt, Abhängigkeiten und darüber, wie Frauen geschützt werden können.
Aber Schülerinnen und Schüler gedanklich in die Rolle von Bordellbetreibern und Personalverantwortlichen zu versetzen?
Was haben sich die verantwortlichen Lehrkräfte eigentlich dabei gedacht?
Diese Form von „Bildung“ lehnen wir entschieden ab. Das muss aufhören! Und eines ist für uns klar: Wenn die AfD Regierungsverantwortung übernimmt, wird das auch aufhören.
Wir erwarten von der NRW-Bildungsministerin Aufklärung und Konsequenzen.
Zudem erwarten wir eine Befassung im Landtag NRW. Es muss aufgearbeitet werden, welche Werte, welches Frauenbild und welches Menschenbild unseren Kindern in der Schule vermittelt werden sollen und dürfen.