Unser Mitglied Amel und ihre zweijährige Tochter Hafsa, die beiden bei dem Anschlag auf unsere Streikdemonstration am 13. Februar am schwersten verletzen Opfer, sind heute ihren Verletzungen erlegen. Wir hatten bis zuletzt gehofft, dass ihr Leben gerettet werden kann. Nun sind wir zutiefst erschüttert und traurig. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Angehörigen von Amel und Hafsa. Ihnen gilt unser tiefempfundenes Beileid.
Amel hat sich mit uns für Arbeitnehmerrechte, soziale Gerechtigkeit und gegen Fremdenfeindlichkeit eingesetzt. Amels und Hafsas Tod sind uns Vermächtnis und Verpflichtung, weiter mit aller Kraft für diese Ziele einzutreten.
Für den Ver.di-Bezirk München
Claudia Weber, Geschäftsführerin
Harald Pürzel, Vorsitzender
Franz Schütz, Stellvertretender Geschäftsführer
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Erklärung der Familie von Amel und Hafsa
Wir möchten uns zunächst bei denen herzlich bedanken, die aufrichtige Anteilnahme und Solidarität gezeigt haben. Wir bedanken uns bei den Hilfskräften, bei den Pflegekräften, Ärztinnen für die gute Unterstützung, Begleitung und für den emotionalen Beistand. Amel ist in Algerien geboren und ist mit vier Jahren nach Deutschland gekommen. Sie studierte Umweltschutz in Köln und Bingen. Seit 2017 war sie Beschäftigte der Landeshauptstadt München als Ingenieurin. Sie war Projekt- und Sachgebietsleitung.
Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter Hafsa lebte sie seit 2017 in München. Amel war ein Mensch, der sich für Gerechtigkeit eingesetzt hat. War aktiv für Solidarität, Gleichheit und setzte sich für Arbeitnehmer*innenrechte ein und gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Ihr war es sehr wichtig, ihrer Tochter diese Werte mitzugeben.
Wir möchten bekräftigen, dass der Tod und der Verlust nicht benutzt werden, um Hass zu schüren und ihn politisch zu instrumentalisieren. Wir haben mit dieser Erklärung alles gesagt und möchten eindringlich darum bitten, von Anfragen abzusehen, da die Trauer und der Verlust nun im Vordergrund stehen. Familie und Freunde
29/01/2025
Einige Superreiche pumpen enorme Unterstützungssummen in den Wahlkampf der AfD. Lasst uns zeigen, dass wir keinen Bock auf ihren Hass und Hetze haben. Wir wollen keine Fascho-Oligarchie in diesem Land!
Termin weitersagen und kommen🤩!
09/06/2024
Heute ist ein guter Tag eine antifaschistische Partei zu wählen. Vote!
27/03/2024
Gerne teilen und weitersagen: Am 10.April um 18.30Uhr kommt der Autor und Gewerkschafter Stefan Dietl in den Bürgerbahnhof Penzberg. Er hat die wirtschafts und sozialpolitische Agenda der afd unter die Lupe genommen und berichtet welch verheerende Auswirkungen deren Umsetzung für einen Großteil der Bevölkerung hätte.
Zu einer kurzfristig angemeldeten Demonstration in Bad Tölz unter dem Motto „Zusammen gegen Rechts“ kamen nach Schätzung der Polizei 900 bis 1000 Menschen.
20/01/2024
Da geht noch mehr! 🤩🤩🤩
12/01/2024
'Die Mitte der Gesellschaft in Deutschland scheine ihm sehr bequem geworden zu sein, erklärte Haldenwang. "Man hat sich sehr in seinem komfortablen Privatleben eingerichtet und man nimmt nicht hinreichend wahr, wie ernsthaft die Bedrohungen für unsere Demokratie inzwischen geworden sind." ' Thomas Haldenwang im tagesschau-Interview
Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer planten die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland.
13/12/2023
"Die Rechtsradikalen stiegen in Hessen und Bayern zur stärksten Oppositionspartei auf und ließen SPD und Grüne hinter sich. In Sachsen, Thüringen und Brandenburg, wo im September 2024 als nächstes gewählt wird, stellt die AfD bereits die zweitstärksten Landtagsfraktionen und liegt in Umfragen auf dem ersten Platz.....Die AfD tritt für radikalen Sozialabbau, für mehr Markt und geringere Steuern ein und gibt sich in ihren Programmen neoliberaler als FDP und CDU.
Geschenke für Spitzenverdiener*innen ergänzen das letzte AfD-Bundestagswahlprogramm mit der Forderung nach der Abschaffung von Erbschafts-, Vermögens-, Schenkungs- und Grundsteuer.
Unterm Strich treten die Rechtsradikalen für den Abbau von Arbeitnehmer*innenrechten, für die steuerliche Entlastung von Großverdiener*innen und Vermögenden und für eine Finanzpolitik ein, die im radikalen sozialen Kahlschlag münden müsste.
Die meisten AfD-Wähler*innen wollen das offenbar gar nicht wissen und geben sich damit zufrieden, wenn die Rechtsradikalen gegen Zuwanderer*innen hetzen und sich selbst als Opfer der Eliten inszenieren."
mehr dazu im neuen NaturFreundIn-Heft
Psst, die Dezemberausgabe der NATURFREUNDiN ist gedruckt. Wer nicht mehr warten will, bis das Mitgliedermagazin der NaturFreunde Deutschlands im Briefkasten liegt, ist jetzt genau richtig. Denn die komplette Ausgabe kannst du dir hier als PDF runterladen: www.naturfreunde.de/sites/default/files/naturfreundin_4-23.pdf
(Aber bitte nicht weitersagen🤫)
06/12/2023
Amadeu Antonio war eines der ersten Todesopfer der erstarkten faschistischen Kräfte nach der Wiedervereinigung ....
Amadeu Antonios damalige Freundin war zum Zeitpunkt der Tat schwanger. Sein Sohn, nach seinem Vater ebenfalls Amadeu benannt, kam am 9. Januar 1991 zur Welt.
Wir erinnern an Amadeu Antonio, sein Leben, seine Träume und an den rassistischen Mord: www.amadeu-antonio.de
Wir gedenken Amadeu Antonios, der heute vor 33 Jahren nach einem brutalen Nazi-Angriff starb.
Amadeu Antonio wurde am 12.08.1962 in Quimbele (Angola) geboren und war der Älteste von 12 Geschwistern. 1987 kam er mit dem Ziel Flugzeugtechnik zu studieren, nach Deutschland, doch die DDR-Verwaltung teilte ihn zur Ausbildung als Fleischer ein. Er fand seine neue Heimat in der Brandenburgischen Stadt Eberswalde, wo er in einem Schlachtbetrieb arbeitete und in einem der gesonderten Wohnhäuser für Vertragsarbeiter wohnen musste. Amadeu Antonio wird von seinen Freund*innen als aufgeschlossener und junger Mensch beschrieben, der Musik liebte. Er wollte sich eine langfristige Perspektive in Eberswalde aufbauen & eine Familie gründen.
++ CN Gewalt, Rassismus ++
Am 24.11.1990 zog eine Gruppe Rechtsextremer durch Eberswalde, um „N**** zu klatschen“. Die 50-60 Personen hatten den „Hüttengasthof“ zum Ziel – einer der wenigen Orte, an dem sich die Vertragsarbeiter treffen konnten. Schon auf dem Weg brüllten die Neonazis rassistische Parolen wie „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ oder „N***** verpisst euch“. Amadeu Antonio war an diesem Abend Gast des Lokals, zusammen mit zwei Männern mosambikanischer Herkunft und zwei weißen Frauen.
Die Polizei, die über das Treffen der Neonazis informiert war, empfahl dem Gastwirt des „Hüttengasthofs“ kurz nach Mitternacht, sein Lokal zu schließen. Als der Gastwirt die Gruppe hinausbat, lief sie dem aufgepeitschten Mob direkt in die Arme. Die Neonazis, bewaffnet mit Zaunlatten und Baseballschlägern, schlugen sofort zu. Amadeu Antonios Begleitung konnte schwer verletzt fliehen – er selbst jedoch nicht. Rund zehn Personen verfolgten ihn und schlugen ihr wehrloses Opfer brutal zusammen. Einer sprang ihm mit beiden Füßen auf den Kopf. Erst als ein Bus vorbeifuhr, stoppten die Neonazis und ließen ihr Opfer regungslos zurück.
Amadeu Antonio erlangte nie wieder das Bewusstsein. Nach elf Tagen im Koma starb er am 6.12.1990 an Multiorganversagen.
Wir erinnern an Amadeu Antonio, sein Leben, seine Träume und an den rassistischen Mord: www.amadeu-antonio.de
Am heutigen 6.12. wird um 17 Uhr wird mit einer Kundgebung an der Mahn- und Gedenktafel in der Eberswalder Straße 26a in Eberswalde an Amadeu Antonio erinnert. Im Anschluss folgt eine kurze Demonstration in Gedenken an die mehr als 200 Opfer. rechter Gewalt seit 1990. Erstmals wird es in diesem Jahr auch die Eberswalder Impulse geben: Sharon Dodua Otoo wird ab 18 Uhr im Tourismuszentrum sprechen. Alle Infos zum heutigen Gedenken: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/termine/gedenken-und-impulse-am-33-todestag-von-amadeu-antonio/
12/10/2023
Solidarität mit Israel!
Wir sind fassungslos angesichts der antisemitischen Massaker der Hamas und ihrer Verbündeten.
Die Betroffenen von antisemitischer Hetze und Terror wollen wir wissen lassen, dass wir an ihrer Seite stehen!
Das Zitat von FSF spricht uns aus dem Herzen:
"Man kriegt das kotzen.
Da stehen irgendwelche Wi***er auf den Straßen und feiern es, dass
Kinder, Frauen und Männer in Israel verschleppt oder ermordet werden. Da
siehst du Videos, wo Menschen, man weiß nicht ob sie tot oder am sterben
sind, auf Pick-Ups liegen und von Leuten angespuckt werden. Da werden
Leichen geschändet und irgendwelche Freaks feiern das als „Widerstand“,
„revolutionär“ oder sonstwas für einen Müll. ..
Wir schwanken andauernd zwischen Wut, Hilf- und Fassungslosigkeit ...
Wir sind keine krassen Politfreaks, die jeden Konflikt bis aufs kleinste
erklären können oder wollen. Aber eins wissen wir:
Scheissegal, wo die Leute herkommen, welcher Religion Sie angehören,
welchen Gott sie anbeten: Wir denken an all die Menschen, die unter
diesem räudigen faschistischen bzw. islamistischen Terror leiden!
Wir verachten Menschenfeinde und Überzeugungsarschlöcher. Egal, ob nun
weiss, schwarz, braun, gelb…! Fahrt zur Hölle!
Eins bleibt bestehen und das ist gefühlt oftmals der große Unterschied:
Sie lieben den Tod und wir lieben das Leben!"
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Die NaturFreunde Loisachtal – eine Ortsgruppe im bayerischen Oberland
Albert Einstein hat einmal geschrieben: „Wir sollten nicht davon ausgehen, dass „Experten“ die einzigen sind, die ein Recht darauf haben, sich zu Fragen zu äußern, die die Organisation der Gesellschaft, das soziale und ethische Leben der Menschen, betreffen.“
Ganz ähnlich erging es uns, als wir den Entschluss fassten eine Ortsgruppe der NaturFreunde aufzubauen. Wir wollten nicht mehr nur aus den Nachrichten erfahren, was in der Welt passiert, und als passive Zuschauer daneben stehen, sondern aktiv an der Veränderung unserer Welt teilnehmen. Wir wollten die Diskussion dieser Fragen wieder Teil unseres Alltags werden lassen. Bislang gab es für uns in der Region keine Möglichkeit dies gemeinsam mit anderen Interessierten zu tun.
Früher gab es NaturFreunde in der Gegend, die Organisation ist uns durch Erzählungen von Verwandten noch bekannt. Aber in der heutigen Zeit einen Verein gründen, der sich auch noch öffentlich positioniert? Einen der sich einmischt? Das in Zeiten „alternativloser“ Politik? – Genau das wollten wir!
Der Blick in die Satzung hat uns bestätigt, hier fühlen wir uns zu Hause. Ein Verein der aus der Geschichte der Arbeiterbewegung kommt. „Die NaturFreunde befassen sich mit sozial-, wirtschafts- und kulturpolitischen sowie naturschutz- und umweltpolitischen Fragen und nehmen zu ihnen öffentlich Stellung (…) Als internationaler und demokratischer Verband setzen wir uns für Solidarität und Völkerverständigung ein. Wir wollen mithelfen an der Schaffung einer Gesellschaft, in der niemand seiner Hautfarbe, Abstammung, politischen Überzeugung, seines Geschlechts, seines Besitz oder Glaubens wegen benachteiligt oder bevorzugt wird und in der alle Menschen gleichberechtigt sind und sich frei entfalten können.“
Auch der Anspruch als Sport-, Freizeit- und Tourismusverein hat uns sehr gefallen. Ergänzt er doch die kulturpolitische Seite. Wie oft macht man Ausflüge und Urlaubsreisen als Einzelner oder als „Kunde“. Man fühlt sich am Ende oft nur als außenstehender Beobachter. Wie wärs stattdessen mal gemeinsam diese Welt erfahrbar machen. Als Teil von ihr Neues entdecken und Freundschaften über Landesgrenzen hinweg schließen.
Ein gutes Beispiel für uns war das soziale Wandern. „Das Soziale Wandern soll neben der Freude an landschaftlichen Schönheiten zu einem "gesellschaftlichen Schauen" führen: Neben naturwissenschaftlicher und geschichtlicher Bildung stehen dabei immer auch Wirtschaft und Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort im Mittelpunkt.“ (naturfreunde.de)
“Berg Frei“ - das ist der Gruß der NaturFreunde noch heute. Er will ausdrücken, dass alle freien Zugang zur Natur haben sollen. Im 19. Jahrhundert war dies auch bei uns im Loisachtal keineswegs selbstverständlich, da war durch Kirche, Adel und Großgrundbesitzer der Zugang zu Bergen, Wald und Wiesen den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Die NaturFreunde haben diese und viele andere Arbeiterrechte mit erkämpft. Das hat uns beeindruckt!
Und auch die Position in Sachen Natur -und Umweltschutzverein finden wir klasse: "Was uns von anderen Naturschützern und Natursportlern unterscheidet, ist unser Anspruch, politisch zu wirken, um die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Darauf können die NaturFreunde stolz sein", so Hans-Gerd Marian, Bundesgeschäftsführer der NaturFreunde Deutschlands. "Unser Platz bleibt der einer linken Freizeitorganisation mit dem Anspruch auf eine bessere Welt."
Wir als Ortsgruppe Loisachtal leben in einer beschaulichen Gegend, die leider nur allzu oft als „schwarzes“ Hinterland abgetan wird. Man denkt, wenn man ans Oberland denkt, oftmals an das was Herren wie Strauss oder Stoiber gerne aus dieser Region machen würden. Reaktionäre Traditionspflege mit wahlweise elitärem oder völkisch-fremdenfeindlichem Anstrich. Die Traditionslinie, auf die sich diese Leute berufen, ist das Bayern der Reichen, das der Könige, das der Besitzer der Banken und Großbetriebe, das der rechten Militärkorps, das der elitären Burschenschaften.
Doch es gibt auch ein anderes Bayern. Eines der Leute, die nicht zu den Herrschaftskreisen der letzten Jahrhunderte zählten. Und auch hier gibt es Traditionen - aber andere. Traditionen, die von Menschlichkeit und Solidarität sprechen und sich ein aufrechtes, stolzes und würdevolles Leben zum Ziel gesetzt haben.
Wir wollen dies wieder aufgreifen. Ins Bewusstsein rücken. Aus der Vergessenheit holen.
Das Bayern der Arbeiter, der Künstler, das der Angestellten, der Philosophen, das der Bauern, das der einfachen Menschen im Widerstand. Bauernaufstand 1705, Münchner Räterepublik, das rote Penzberg, Widerstandsgruppen im Loisachtal, antifaschistische Schmugglerpfade … es gibt viel zu erzählen.
Wir glauben, nur wenn man beide Seiten kennt, vermag man die Dinge heutzutage besser einzuschätzen.
Wir freuen uns Teil der NaturFreunde geworden zu sein und mit unserem Engagement an der Schaffung einer besseren Welt mitzumischen.