27/07/2026
Wenig überraschend votierte der Stadtrat in seiner Sitzung vom 27. Juli mehrheitlich für die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zur Errichtung eines Riesenrads vor dem Kurtheater.
Aufgrund dieses Bauantrags war die Frage nach einem Alternativstandort kein Thema mehr, sondern nur bauplanungsrechtliche Aspekte.
Interessant wird nun, was das Landratsamt als Baugenehmigungsbehörde in seinen Bescheid schreiben wird. Denn für etwaige Regelungen zu beispielsweise Betriebszeiten, Emissionen (Licht, Lärm) und Denkmalschutz (Fassade Sebastianeum) ist das Landratsamt zuständig.
Die BWB hat hier den Bürgermeister darauf hingewiesen, das Landratsamt für diese Themen auch im Baugenehmigungsverfahren gesondert zu sensibilisieren. Immerhin befindet sich neben zahlreichen Anliegern auch die Musikmuschel in unmittelbarer Nähe.
Das zeigten nun auch erstmals öffentlich vorgestellte Lagepläne des Riesenrads. Dessen Nabenhöhe wird etwas höher sein als das Kurtheater. In der Breite wird das Rad die Westfassade des Kurtheaters voll ausfüllen. Von der Grünanlage („Rondell“) wird nichts übrig bleiben; mit zwei Verkaufsständen und dem Riesenrad selbst gibt es nur noch jeweils einen schmalen Durchgang entlang des Kurtheaters und entlang des Wörthbachs.
Entscheidend wird nun der Inhalt des Pachtvertrags der Stadt mit dem Investor. Hier sollen alle wichtigen Dinge vertraglich geregelt werden, so der Bürgermeister.
Die Betriebszeiten des Riesenrads sollen von Januar bis März samstags, sonntags, feiertags und in Schulferienzeiten jeweils von 12 bis 17 Uhr sein. Von April bis Dezember soll sich das Rad täglich von 11 bis 19 Uhr drehen.
Kurz vor der Sitzung wurde noch bekannt, dass ein benachbartes Hotel gegen das Projekt Vorbehalte vorgetragen hat.