11/05/2026
Jugendclub-Chaos in Bad Sulza: Vorgehen des Bürgermeisters von Bad Sulza ist nicht mehr tragbar!
Mit großer Sorge verfolgen wir die aktuellen Entwicklungen rund um den geplanten Jugendclub-Standort in Bad Sulza sowie den Umgang der Stadtverwaltung mit der langjährigen Mieterin und der SG Medizin Bad Sulza. Medienberichten zufolge eskaliert der Konflikt inzwischen weiter und soll nun sogar gerichtlich ausgetragen werden.
Hintergrund ist, dass die Stadt Bad Sulza den Jugendclub künftig im Sportlerheim unterbringen möchte. Leidtragende dieses Vorgehens sind sowohl die SG Medizin Bad Sulza als auch die langjährige Mieterin. Anstatt frühzeitig gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln oder Alternativen zu prüfen, setzt die Stadt offenbar auf Druck, Räumung und gerichtliche Auseinandersetzungen. Damit werden engagierte Vereinsstrukturen beschädigt und zugleich soziale Härten bewusst in Kauf genommen.
Nach Gesprächen mit Betroffenen sowie fachkundigen Personen ergeben sich inzwischen erhebliche Zweifel daran, ob das Objekt überhaupt für einen Jugendclub geeignet ist. Bereits im vergangenen Jahr soll es ein gemeinsames Treffen zwischen Jugendlichen, Stadtverwaltung, Verein und dem vorgesehenen Träger des Jugendclubs gegeben haben. Dabei sollen selbst seitens des möglichen Trägers Zweifel an der Eignung der Räumlichkeiten geäußert worden sein.
Nach unserem Kenntnisstand ist die Wohnung für einen Jugendclub viel zu kleinteilig aufgebaut und müsste umfassend umgebaut werden. Hinzu kommt, dass keine ausreichenden sanitären Anlagen vorhanden sind. Nach bisherigen Überlegungen sollten offenbar die Toiletten der SG Medizin im Erdgeschoss mitgenutzt werden. Genau das ist jedoch problematisch, da die SG Medizin alleiniger Pächter dieser Räumlichkeiten ist und hierfür bislang keine tragfähige Vereinbarung vorliegt.
Besonders fragwürdig erscheint zudem die Finanzierung des Vorhabens. Im Haushalt sind bislang lediglich rund 50.000 Euro eingestellt, obwohl nach Einschätzung von Beteiligten erhebliche Umbaumaßnahmen notwendig wären. Ein tragfähiges Finanzierungskonzept ist nicht vorhanden. Neben dem grundlegenden Umbau der Wohnung müssten zusätzliche Sanitäranlagen geschaffen werden. Gleichzeitig sind Fragen des Brandschutzes und der Statik offenbar weiterhin ungeklärt. Der Zugang erfolgt lediglich über eine enge Treppe. Bis heute liegt nach unserem Kenntnisstand kein belastbares Konzept vor, wie der Ausbau konkret erfolgen soll, welche baulichen Maßnahmen notwendig sind und welche Gesamtkosten tatsächlich entstehen würden.
Umso verantwortungsloser wirkt das Vorgehen der Stadtverwaltung gegenüber der älteren Mieterin. Die gesetzte Frist zum Auszug ist bereits am 30. April ausgelaufen. Die Mieterin rechnet nun jederzeit mit einer Räumungsklage, obwohl weiterhin völlig offen ist, ob und wie das Objekt überhaupt sinnvoll als Jugendclub genutzt werden kann. Hier droht eine ältere Frau aus ihrem langjährigen Zuhause verdrängt zu werden, ohne dass überhaupt ein tragfähiges Konzept existiert.
Besonders unverständlich ist zudem, dass die Stadt nun offenbar bereit ist, Steuergelder für langwierige Gerichtsverfahren und Klagen auszugeben, anstatt eine vernünftige einvernehmliche Lösung zu suchen. Während vielerorts Kommunen unter finanziellen Problemen leiden und an allen Ecken gespart werden muss, werden hier öffentliche Mittel für einen eskalierenden Konflikt eingesetzt, der durch frühzeitigen Dialog vermeidbar gewesen wäre.
Ronny Müller, Unternehmer und AfD-Mitglied vor Ort, erklärt dazu:
„Es darf nicht sein, dass ein solcher Konflikt immer weiter eskaliert und am Ende ältere Menschen, Vereine und das gesellschaftliche Klima in Bad Sulza darunter leiden. Wir brauchen jetzt keine weiteren Drohungen oder Klagen, sondern endlich Gespräche auf Augenhöhe. Ich bin jederzeit bereit zu Vermitteln und gemeinsam mit allen Beteiligten an einer fairen und vernünftigen Lösung mitzuwirken.“
Peter Gerhardt, AfD Kreissprecher Weimarer Land ergänzt:
"Der SG Medizin Bad Sulza sowie der betroffenen Mieterin sichern wir unsere volle Unterstützung zu. Wir erwarten, dass endlich gemeinsam nach einer Lösung gesucht wird, die sowohl den Interessen der Jugendlichen als auch den sozialen Belangen der Bewohnerin und der SG gerecht wird."
Wir verurteilen daher das aktuelle Vorgehen des Bürgermeisters ausdrücklich und fordern eine sofortige Rückkehr zu einem fairen und menschlichen Umgang mit allen Beteiligten.