08/08/2026
☕ BAUMGARTNER-NACHFOLGE: WIE OFT MÜSSEN WIR NOCH ZUSEHEN, BIS EIN AUSSCHREIBUNGSPROZESS GLEICH BEIM ERSTEN ANLAUF FUNKTIONIERT?
Der Vergabeprozess für einen der wohl außergewöhnlichsten Gastronomiestandorte am Traunsee muss neu aufgelegt werden und wirft zunehmend Fragen auf. Wenn jetzt tatsächlich eine Neuausschreibung im Raum steht, wollen wir wissen:
Wer hat entschieden, die Ausschreibungsfrist so kurz anzusetzen? Warum wurde für einen Standort dieser Bedeutung nicht von Anfang an ausreichend Zeit eingeplant? Was kostet eine mögliche Neuausschreibung zusätzlich – und wer trägt dafür die politische Verantwortung?
Denn hier geht es um öffentliche Mittel – um das Steuergeld der Gmundnerinnen und Gmundner und um ein zukunftsweisendes Projekt für uns alle!
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WIA weisen seit 2022 mit Nachdruck darauf hin, dass der Pachtvertrag der Familie Baumgartner Ende 2027 ausläuft und die Nachfolge frühzeitig vorbereitet werden muss.
Aus unserer Sicht wurde zu lange zugewartet – und jetzt soll plötzlich unter einem selbst auferlegten Zeitdruck umgesetzt werden. Genau davor haben wir gewarnt.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass von der Suche nach einem geeigneten Pächter über Planung, Genehmigungen und Finanzierung bis zur Umsetzung schnell mehrere Jahre vergehen können.
Deshalb muss auch die Frage erlaubt sein:
Warum verlängert man nicht den bestehenden Pachtvertrag, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden, das beste Konzept ausgewählt und dessen Umsetzung gesichert ist? Vor 2030 werden im neuen "Baumgartner" keine Gäste einkehren können.
So könnte verhindert werden, dass an einer der prominentesten Lagen Gmundens ein Leerstand oder gar ein neuer „Lost Place“ entsteht.
𝖭𝖾𝗎𝖺𝗎𝗌𝗌𝖼𝗁𝗋𝖾𝗂𝖻𝗎𝗇𝗀 – 𝗐𝖺𝗋𝗎𝗆?
Die Bewerbungsfrist endete am 3. Juni 2026. Vier Interessenten haben sich beworben, offenbar erfüllen jedoch nicht alle Bewerbungen sämtliche gewünschten Kriterien bzw. es fehlen Unterlagen. Welche Unterlagen genau fehlen, konnte auf Nachfrage der Bewerber nicht offen geklärt werden.
Bevor jetzt alles zurück an den Start geschickt wird, fragen wir:
Warum werden die eingelangten Bewerber nicht – soweit vergaberechtlich zulässig und für alle nach denselben Regeln – aufgefordert, innerhalb einer angemessenen Nachfrist nachzubessern?
Die Ausschreibung wurde professionell vorbereitet. Mit CONOS wurde touristische Beratungskompetenz beigezogen, ergänzt um vergaberechtliche Expertise renommierter Rechtsanwaltskanzleien. Die Stadt war fachlich bestens beraten und hat bis jetzt einen beachtlichen Betrag dafür ausgegeben.
𝖶𝖺𝗋𝗎𝗆 𝗐𝗎𝗋𝖽𝖾 𝖽𝖾𝗆 𝖠𝗎𝗌𝗌𝖼𝗁𝗋𝖾𝗂𝖻𝗎𝗇𝗀𝗌𝗉𝗋𝗈𝗓𝖾𝗌𝗌 𝗏𝗈𝗇 𝖠𝗇𝖿𝖺𝗇𝗀 𝖺𝗇 𝗇𝗂𝖼𝗁𝗍 𝗆𝖾𝗁𝗋 𝖹𝖾𝗂𝗍 𝖾𝗂𝗇𝗀𝖾𝗋𝖺̈𝗎𝗆𝗍?
Umso mehr stellt sich die Frage, warum die Ausschreibungsfrist so knapp bemessen wurde und wer diese Entscheidung getroffen hat? Wollte man dadurch gezielt andere Bewerber ausschließen? Hat man nicht damit gerechnet, dass Baumgartner selbst sich wieder bewerben wird?
Eine Neuausschreibung kostet nicht nur wertvolle Zeit, sondern verursacht auch neuerlichen Aufwand und möglicherweise zusätzliche Kosten – bezahlt aus öffentlichen Mitteln.
𝖣𝗂𝖾𝗌𝖾𝗋 𝖲𝗍𝖺𝗇𝖽𝗈𝗋𝗍 𝗏𝖾𝗋𝖽𝗂𝖾𝗇𝗍 𝖽𝗂𝖾 𝖻𝖾𝗌𝗍𝖾 𝖫𝗈̈𝗌𝗎𝗇𝗀!
Hier geht es um rund 1.200 m² Entwicklungsfläche, einen ganzjährigen Gastronomiebetrieb mit rund 220 Sitzplätzen und vor allem um eine der außergewöhnlichsten Lagen direkt am Traunsee.
Gmunden braucht hier – getreu dem Anspruch „stilvoll und seenswert“ – ein gastronomisches Angebot mit Qualität und Charakter. Einen echten „Place to be“ für Einheimische UND Gäste.
Das Ziel muss sein, das beste Konzept und den besten Bewerber für diesen einzigartigen Standort zu finden – nicht die schnellste Lösung. Dafür braucht es einen Vergabeprozess, der transparent, nachvollziehbar und fair ist. Für alle Bewerber müssen dieselben Regeln gelten.
Und eines muss außer Zweifel stehen:
Es darf zu keinem Zeitpunkt auch nur der Anschein entstehen, dass politische Nähe, „Parteifreunde“ oder persönliche Netzwerke bei der Entscheidung eine Rolle spielen.
Entscheidend dürfen ausschließlich Qualität, Konzept, Erfahrung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und der Mehrwert für Gmunden sein.
𝖣𝖾𝗋 𝖡𝖺𝗎𝗆𝗀𝖺𝗋𝗍𝗇𝖾𝗋-𝖲𝗍𝖺𝗇𝖽𝗈𝗋𝗍 𝗂𝗌𝗍 𝖾𝗂𝗇𝖾 𝖩𝖺𝗁𝗋𝗁𝗎𝗇𝖽𝖾𝗋𝗍𝖼𝗁𝖺𝗇𝖼𝖾.
Wir haben seit 2022 eingefordert, diese Chance rechtzeitig vorzubereiten. Jetzt dürfen wir sie nicht durch verlorene Zeit und selbst auferlegten Zeitdruck verspielen.
Lieber den bestehenden Betrieb länger erhalten und sorgfältig die beste Nachfolgelösung entwickeln, als Steuergeld für wiederholte Verfahren auszugeben und am Ende einen Leerstand an einer der schönsten Lagen unserer Stadt zu riskieren.
𝖦𝗆𝗎𝗇𝖽𝖾𝗇 𝗏𝖾𝗋𝖽𝗂𝖾𝗇𝗍 𝖺𝗇 𝖽𝗂𝖾𝗌𝖾𝗆 𝖲𝗍𝖺𝗇𝖽𝗈𝗋𝗍 𝗇𝗂𝖼𝗁𝗍 𝖽𝗂𝖾 𝗌𝖼𝗁𝗇𝖾𝗅𝗅𝗌𝗍𝖾, 𝗌𝗈𝗇𝖽𝖾𝗋𝗇 𝖽𝗂𝖾 𝖻𝖾𝗌𝗍𝖾 𝖫𝗈̈𝗌𝗎𝗇𝗀.
Ihr Philipp Wiatschka
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